Vor 65 Jahren erschien Eugen Gomringers Gedicht «avenidas» in der Zeitschrift «spirale». Es war ein erstes Beispiel jener «Konstellationen», die in der Folge eine wesentliche Grundform der Konkreten Poesie bilden sollte. Eugen Gomringer hat eine Anzahl seiner wesentlichen Gedichte versammelt, sie selber kommentiert und ihnen Essays bekannter Autorenkollegen beigegeben. Er hält damit Rückschau auf die Entwicklung einer literarischen Bewegung, deren minimalistischer Reduktionismus zunächst als belanglose Spielerei belächelt wurde, deren kreatives Potential sich unterdessen jedoch in einer weltweiten Rezeption und Verbreitung erwiesen hat. Mit Beiträgen von Marina v. Assel, Heike Baeskow, Max Bill, Mark E. Cory, Bernhard Echte, Zsuzsanna Gahse, Annette Gilbert, Nora Gomringer, Nortrud Gomringer, Franz Hohler, Ingrid Isermann, Walter Jens, Martin Krampen, Robert Kudielka, Michael Lentz, Sibylle Lewitscharoff, Kurt Marti, Peter von Matt, Franz Mon, Oskar Pastior, Ilma Rakusa, Hans Peter
Riese, Wulf Segebrecht. Nimbus Verlag, Wädenswil, 2018.





