STARDUST oder: Differenz der Verfügbarkeit
Ein fiktiver Trialog zwischen Technik, Wissenschaft und Philosophie. Assoziationen zu den drei Affen, den drei Weisen, den drei Grazien
Von Ingrid Isermann
Drei Frauen sitzen meditierend mit geschlossenen Augen im Yogasitz auf einer Matte auf dem Boden. Anna, Technikerin, Bianca, Wissenschaftlerin, Claudia, Philosophin. Im Hintergrund des Raumes steht ein runder Tisch mit drei Stühlen. Auf dem Tisch befinden sich einige Gläser, eine Flasche Mineralwasser und eine Flasche Rotwein; eine Zeitung, liegt aufgefaltet daneben, mit einem Artikel über den Physiker und Nobelpreisträger Albert Einstein zum 100. Geburtstag 2005.
A Wie anfangen? (streckt die Arme und dehnt sich)
B Wo aufhören? (legt die Hände hinter den Kopf)
C Das Leben ist ein Kreislauf! (öffnet die Augen)
B Der manchmal versagt… (streckt den Zeigefinger hoch)
A Ein Regelkreis… (bedeutungsvoll)
C Zwischen Input und Output legt sich die Zeit auf die Lauer und tut so, als ob sie schläft. (wiegt den Kopf hin und her)
B Das ist die Differenz. (schaut zur Seite auf C)
C Seit Einsteins Relativitätstheorie, die Newtons mechanischer Sicht der Dinge den Garaus machte…
…und Quarks und Quantensprünge pushte…
… wissen wir.
Wenn wir die Zeit betrachten, betrachtet sie uns. Punkt. (etwas lehrehaft)
B Das ist die Geschlechterdifferenz! (ironisch)
A Mit schwarzen Löchern ist es relativ langweilig. (gähnt ein wenig)
B Oder kurzweilig. (etwas spitz)
C Dann gibt es überhaupt keine Zeit. ( wie erleichtert)
A Alles ist relativ. (etwas versöhnlich)
B Ohne Beobachtung keine tickende Zeitbombe.
C Und keine Welt.
A Die Zeit ist dein grösster Freund (augenzwinkernd zu B)
B Und dein grösster Feind. (augenzwinkernd zu A)
C Am Anfang war kein Wort (überzeugt)
A Davon können wir augehen. (bekräftigt)
B We are Stardust Baby! (kleine Pause)
A Der Widerstand ist konstant. (ernschaft, kleine technische Abhanlung)
B Es gibt Blindwiderstände. (die Sätze kommen wie Ping-Pong)
A Und Scheinwiderstände!
C Reale Widerstände sind nicht veränderbar.
A Der Schweinwiderstand ist der Gesamtwiderstand!
C Er setzt sich aus Blind- und realen Widerständen zusammen.
A Die Spannung ist die Energie…
C … ein Kutzschluss entsteht, wenn die Energie beziehungsweise Spannung nicht durch den Widerstand, sondern ohne Widerstand abgebaut wird!
A Wenn der Widerstand kaputt ist, gibt es einen Stromunterbruch.
B Wenn der Widerstand ausgeschaltet wird, kommt es zum Kurzschluss.
C Die Frequenz ist die neue Ebene!
A Energieübertragung Sender – Empfänger…
B Wie in der Liebe! Oder wie in der Kunst!
B Und wie in der Politik!
A Nein, DAS IST ELEKTROTECHNIK! (belehrend)
B Also ist es Natur? Unsere Natur? (etwas erstaunt)
A Natürlich!
C Aber wir verstehen sie nicht! Man muss ihr, pardon uns, nur auf die Spur kommen.
A Der Sender strahlt Energie aus, der Empfänger empfängt.
B Ohne Antenne kein Empfang!
A DIE SPANNUNG WIRD UMGEWANDELT..
B Man muss also alles der NATUR anschauen? So einfach ist das?
C THEORIE UND PRAXIS!
B Was in der Theorie gilt, wird in der Praxis noch lange nicht angewandt.
A In der Technik schon!
B Ist die Technik wertfrei?
C Die Gentechnik sicher nicht!
B Denk’ich an die STAMMZELLENFORSCHUNG in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht…
C We weiss, wozu das gut ist…?
B Sein oder Nichtsein! Das ist die Frage!
A Lasst mal den Hamlet beiseite!
B Wir müssten uns schneller als die Zeit bewegen, schneller
C Shaking a baby now, twist and shout…
Mentale Zeitreisen sind ja möglich, aber physische…
B Eine Zeitreise in die Vergangenheit…Ich würde gerne bei Ovid die Kunst des Liebens erlernen…
C Ich bei Sappho!
A Gleichzeitig überall zu sein, in Vergangeheit und Gegenwart, geht zur Zeit nur mit dem Zappen der TV-Fernbedienung.
C Apropos Zuunft! Was passiert, wenn man uns einen Chip unter die Haut einpflanzt, der alles weiss, Geburtsdatum, Geschlecht, Zivilstand, Ausbildung, Gesinnung, Kontostand, Freunde, Feinde, Vergehen?
A Das Ende der Faulheit?
B Das Ende der Freiheit?
C Das Ende der Bosheit?
Wo würde sie sich vergeben und ihre Spiele treiben?
B Auf diesem Planeten, der eines Tages in einigen Jahrmilliarden verglühen wird?
A So ist es nur verständlich, wenn die Menschheit jetzt schon nach Auswegen sucht, nach anderen Planeten, wo wir in Zukunft in Frieden leben könnten.
B Auf dem Mars?
C Oder auf dem Saturnmond?
B We are Stardust, Baby! (etwas frivol)
A Die Erde ist der BLAUE PLANET, von All aus gesehen.
B SATURN erschien pastell gelbbraun.
A Nicht auf den neuesten Fotos der Raumsonde Cassini, die zeigen Saturn ebenfalls als blauen Planeten!
B Und warum?
A Blaues Licht hat eine kürzere Wellenlänge als rotes Licht und wird an den Gasen in der Atmosphäre effizienter gestreut.
Die Streuung sorgt für die blaue Farbe der Region im Norden. Warum die Atmosphäre in diesem Gebiet so wolkenlos ist, wissen die Forscher aber noch nicht.
C Sind wir wieder so schlau wie zuvor, armer Tor… (bedauernd)
B Heinrich, mir graut vor dir…
A Wenn du auf eigene Faust mehr wissen willst, kannst du die Internetseite https://saturn.jpl.nasa.gov/ anklicken!
B Ich klicke lieber die Internetseite für Freunde des Waldes an: www.waldwissen.net
C Stirbt der Wald nicht mehr?
B Sieht so aus, autofahren ist jedenfalls nicht verboten, nur das Rauchen.
C Damit schadest di sir selbst, nicht dem Wald!
A Es darf fast nirgendwo mehr in öffentlichen Räumen geraucht werden, nur bedingt, zuhause und im Freien.
B Was im Sommer oft zu Waldbränden führt…
C Genau, das ist der springende Punkt, innen wie aussen…
B Womit wir wieder bei der NATUR wären…
C Die Natur sind wir selbst, was in uns ist, ist auch draussen.
Wir sind aus STERNENSTAUB, …STARDUST!
A Was nützt uns das?
B Wirst schon sehen, bist vielleicht noch mal froh darüber…
A Da bin ich gespannt!
C Sind wir wieder bei der Spannung oder ist die Atmosphäre angespannt?
B Relativ entspannt, würde ich sagen, wobei ich nicht ganz sicher bin…
C Was ist schob sicher?
B Ganz sicher befinden wir uns im „Einstein-Jahr“. Das Jahr 2005 ist von den Vereinten Nationen zum „Jahr der Physik“ erklärt worden. Anlass ist der 100. Geburtstag der Relativitätstheorie von Albert Einstein.
A Was haben wir davon?
B Du bist schwer von Begriff!
C Alles ist relativ! Soviel steht fest!
A Schweinbar!
B So wie es Scheingesellschaften gibt.
A Und Parallelesellschaften.
C In denen das Humankapital verwertet wird.
B Das ist nicht in Marx’schem Sinne…
C Ob Marx oder Murx, ist doch egal!
A Weisst du was Besseres?
C Wie Einstein sagte, ALLES IST RELATIV!
B Fragt sich nur, relativ zu was und zu wem!
A Genau!
B Erklärst du uns das bitte? (zu C gewandt)
C Es geht darum, was die Welt im Innersten zusammenhält!
B Und was hält sie zusammen, im Innersten?
Die Atome, die Moleküle… die halten uns auch eine Weile zusammen!
C Soll alles nur Chemie und Physik und Technik sein?
Und wo bleibt die Freiheit? Die Gedankenfreiheit.. der freie Wille?
Alles nur eine Chimäre, eine Illusion, eine Fata Morgana?
B Das sagen Naturwissenschaftler schon lange…
Die neurobiologische Forschung stellte fest, dass es keine FREIHEIT des Menschen gibt, NUR REIZ- UND REAKTIONSSCHEMATA!
C SIND DIE NATURWISSENSCHAFTLER DIE NEUEN PHILOSOPHEN?
B Nenne es, wie du willst! Aber wir bestehen nun einmal aus Sternenstaub, Molekülen und Atomen…
C Dann sind die Sterne unsere Heimat…? Ganz schön kühl oder auch heiss, da oben…
A Die Erde ist auch ein Stern!
C Wissen wir, heisst ja auch Stars und Sternchen, bei der Berlinale, den Filmfestspielen in Cannes und Venedig… das kommt ja nicht von ungefähr!
A Und das CERN in Genf forscht Tag und Nacht und schickt die Teilchen, die Elementarteilchen auf die Reise… damit man deb kleinsten Kern noch spalten kann!
C Spaltpilze!
A Besser als Atompilze!
B Hat einen Zusammenhang! Die Atombombe über Hiroshima…
C Da denke ich an Marguerite Dumas „Hiroshima, mon amour“...
B Ich lieber an „Der Liebhaber“ von der Duras…
A Mit euch kann man nicht vernünftig reden, immer schweift ihr ab…
C Das haben wir von den Kometen, die haben auch einen langen Schweif…
A Ist das die Oronie der Woche?
B Shall we dance?
C (steht auf, auch die beiden anderen erheben sich, setzt sich an den Tisch)
Let’s have a drink! (nimmt sich ein Glas und schenkt sich Mineralwasser ein)
B Sex sells… In der Schweiz sind 350’000 Männer impotent, und 80% der Frauen täuschen einen Orgasmus vor… Viagra macht einen Umsatz von 3 Milliarden pro Jahr, jetzt soll Viagra für die Frau auf den Markt kommen…
Wir sind also nicht jederzeit für jedermann verfügbar… Das ist die Differenz!
C Ernsthaft, ich wollte euch etwas von Einstein erzählen…
A Wir bitten um Aufklärung! (die beiden anderen setzen sich an den Tisch und nehmen ebenfalls ein Glas mit Mineralwasser)
C Es geht um Autoritäten und Zusammenhänge.
B Wie immer! Was ist daran neu?
C Wir brauchen einen anderen Zeithorizont, als uns Politik und Industrie vorgeben!
B „Der Staat ist für die Menschen und nicht die Menschen für den Staat?“ sagte Einstein, der Spruch hängt jetzt am Kanzleramt in Berlin. Und an der Schweizer Botschaft in Berlin hägt der Einstein-Spruch: „Echte Demokratie ist doch kein leerer Wahn„.
C Das hat damit zu tun, was ich sagen wollte. Reden wir von der Globalisierung, den akuten Problemen der Armut, über Aids; Tuberkulose oder Malaria, die alle auf dem Nährboden von sozialer und ökonomischer Ungleichheit und Armut gedeihen.
Ein neues Denken muss der Welt ins Gesicht sehen —
A Vielleicht brauchen wir Roboter? Andy Warhol sagte, „I want to be a machine„…
Vielleicht kommt der Maschinenmensch, weil der Mensch aus Fleisch und Blut zu schwach ist, für Ideale immer wieder missbraucht wurde, und wird…
Nebenbei: Deutsche Ingenieure haben einen Roboter entwickelt, der sich wie ein Skorpion, also der Natur nachempfunden, vorwärtsbewegt und jetzt für eine Marsmission eingesetzt werden soll, um dort Gesteinsproben zu sammeln…
C Ja, technisch ist vieles möglich, aber genau das ist die Gefahr, eine Art Apokalypse, dass wie eines Tages, weil wir die Verantwortung nicht übernehmen können oder wollen, von Maschinen beherrscht werden…
B Sind wir nicht schon auf dem Weg? Die Computer können unser ganzes System lamlegen, nichts funktioniert mehr, als kürzlich die Anzeigetafel im Zürcher Hauptbahnhof ausfiel… keiner wusste, wo wann welche Züge fahren… oder der Stromausfall in Betrieben, in der City etc. Wir sind bereits abhängig von Maschinen, von der Technik!
A Manche Leute haben ein fast erotisches Verhältnis zu ihrem Computer und play games, wo sie mehr Zeit damit verbringen als mit Freunden oder Nachbarn…
C Wir stellen uns über die Natur, und sind doch nur ein Teil von ihr. Ergebnis der christlich-jüdischen abendländischen Erziehung…
aber wo ist es besser?
B Kürzlich las ich, dass nicht nur von den Seebeben, den Tsunamis, Naturgewalten und Erdbeben drohen!
Auch die Vulkane sind aktiv, der Ätna könnte ausbrechen oder die kanarische Insel La Palma könnte auseinanderbrechen,
…dan würde eine Flutwelle, ein Tsunami, gewaltiger als in Indonesien im letzten Dezember, die Ostküste Amerikas erreichen und alles unter Wasser setzen…
C Florida hat schon mit den Tornados zu kämpfen, jedes Jahr, aber die grösste Gefahr droht vom Ausbruch eines riesigen Vulkans unter dem Yellowstone-Park…
man weiss nicht, wann er ausbricht, ob morgen oder in 60 Jahren…
Wenn der ausbricht, ist Eiszeit in Amerika! Das würde die Hemisphäre verdunkeln und Auswirkungen haben für den ganzen Planeten…
A Noch mehr solche Meldungen?
Wie wär’s mit den Kometen, die unsere Erde treffen könnten?
Ein solcher Zusammenstoss hätte verheerende Folgen und ist aller Wahrscheinlichkeit nach schon vorgekommen, und wird wohl irgendwann wieder passieren!
C Katastrophen, die uns die Natur beschert, gab es immer und wird es immer geben! Wehrt sich die Natur gegen die Menschen? Die Klimakatastrophe steht vor der Tür, trotz WEF und Kyoto-Vertrag.
B Den die Amerikaner als grösste Umweltverschmutzer nicht unterschrieben haben. Das sieht man, dass es keine Sicherheit gibt.
C Und dass das Leben lebensgefährlich ist! Wir sind ja alle so betroffen…
Übrigens, es ist eine neue Affenart entdeckt worden! (spitzbübisch)
A Wo? Hier?
C Witzbold!Im Dschungel…
B Ich dachte, im Dschungelcamp…
A Was ist jetzt mit der Aufklärung? (ungeduldig)
C Easy… Beim neuen Denken waren wir stehengeblieben.
ZUSAMMENHÄNGE müssen erkannt werden, nicht mehr die scharfe Trennung von NATUR und KULTUR vollziehen.
B Das tönt alles schön, aber auch papiernen… reden nicht so Politiker?
C Die hängen ihre Fahne nach dem Wählerwind!
Und die Industrie, von „Corporate Government“ über „Corporate Communications“ bis zu „public understanding of science“, wollen erklären, was im technischen Sinne das KLONEN darstellt.
Was die Öffentlichkeit braucht, sind ARGUMENTE für die Wahl von Forschungsprogrammen. Aussagen über den Stellenwert und die Bedeutung im Zusammenhang gesellschaftlicher Bedürfnisse.
Das setzt die Fähigkeit voraus, in KONTEXTEN zu denken und über die Wissenschaft zu REFLEKTIEREN — eine Fähigkeit, für die Naturwissenschafter heute nicht ausgebildet werden.
A Das könnte den Studierenden der Naturwissenschaft am besten interdisziplinär von Historiken, Philosophen und Soziologen der Wissenschaft vermittelt werden.
B Betrifft die Techniker genauso, trotzdem danke für den Tip!
C Für Einstein stellte die Befreiung von jeder Autorität ein wichtiges Element seines Vermächtnisses dar.
Er schrieb 1901 in einem Brief: „... der Autoritätsdusel… ist der grösste Feind der Wahrheit„.
B EInstein könnte man auch als philosophischen Opportunisten bezeichnen.
A Jetzt aber mal Klartext, gibt es ANWEISUNGEN zu seiner Haltung und warum Einstein ein Genie des letzten Jahrhunderts wurde?
C (nimmt die Zeitung zur Hand und liest daraus vor)
1948 schrieb Einstein, drei Jahre nach dem Abwurf der amerikanischen Atombombe auf Hiroshima und Nagasaki: „Grosse Gedanken sind oft in sehr einfachen Worten ausgedrücktworden; im Schatten der Atombombe hat es sich mehr und mehr gezeigt dass alle Menschen Brüder sind. Erkennen wir diese einfache Wahrheit und handeln danach, so kann die Menschheit zu einem höheren Plneten aufsteigen; sollten uns aber die wilden Wellen des Nationalismus weiter umtosen, so wären wir dem Untergang geweiht„.*1
Und aus der Rede von Yehuda Elkana in Berlin: „… Möglichkeiten schaffen und der Phantasie freien Lauf lassen, einen engagierten Wischenschafter, den „caring scientist“ fördern, um den Anachornismus einer wertfreien Wissenschaft zu überwinden;
Kein Weg führt zu Innovation oder Kreativität, ohne Wissen in Zusammenhänge zu stellen.
Wissenschaftliches Arbeiten und Nachdenken über Wissenschaft sind ein und dieselbe Tätigkeit.
Universitäten und Forschungsinstitutionen müssen mehr Ressourcen erhalten, und ein antihierarchisches intellektuelles Klima entwickeln: Es zählt, was gesagt wird, und nicht, wer es sagt.
Das Jahr 2005 Einstein zu widmen, heisst zugleich, zu einer kritischen Einstellung gegenüber Wissenschaft, Gesellschaft, Kultur und vor allem gegenüber Krieg zu ermutigen.
Eine frei ausgreifende Phantasie, begleitet von Reflexion und gestützt auf die Überzeugungskraft eines kritischen Geistes, wird der Nährboden sein, auf dem Liebe zur Wissenschaft Freude an Technologie und Neugier auf Innovation unter den Menschen wachsen können“.*
Ist somit alles schon gesagt worden!
B Hatte nicht Einstein die Idee einer WELTREGIERUNG und die Hoffnung, der KRIEG werde sich einmal aus der Welt schaffen lassen? (sinniert vor sich hin…) …
Dabei haben wir doch die UNO, das wäre die Weltregierung…
A Das sehen die Amerikaner nicht so…
C (nimmt ein Glas Rotwein, postet den anderen zu)
Salute Mr. President!
Die Drei setzen sich auf die Matte auf den Boden und nehmen ihre Yoga-Meditationsübungen wieder auf. A schaut in die Ferne, B legt die Kopfhörer mit spiritueller Musik an, C schliesst die Augen.
*Quelle: Yehuda Elkana, 1995-1999 Professor für Wissenschaftsphilosophie und Wissenschaftsforschung an der ETH Zürich, seit 1987 Permanent Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin, Präsident und Rektor der Zentraleuropäischen Universität Budapest. Auszug aus Rede zum Festakt am 19. Januar 2005 in Berlin zum Einstein-Jahr.
*1 Das Zitat findet sich auf einer der mehr als 600 Seiten des Bandes „Über den Frieden. Weltordnung oder Weltuntergang?“, der eine Sammlung aller zugänglichen Dokumente präsentiert, die für Einsteins friedenpolitisches Engagement zwischen 1914 und 1955 einschlägig sind. 1975 erstmals im Verlag Herbert Lang (Bern) erscheinen, seit kurzem in einer Neuauflage des Melzer-Verlages, Neuisenburg, 2004, erhältlich. 675 S., Euro 19.95. (NZZ, 5./6. Februar 2005)